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Is There Something in the Air? (German no.2)

The children's rhyme by Roberto Piumini translated into German

  |   TOPICS: Translators
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The children’s rhyme about the coronavirus Is There Something in the Air? (Che cos’è che in aria vola?), written by Roberto Piumini, one of Italy’s most beloved children’s authors, has been translated into German by Gesa Schröder.

Gesa was born in 1952 near Hamburg, Germany, and studied German, Italian and Latin language and literature. She has been a translator of Italian literature since 1990. From 1988 to 1999 she lived in Venice with her three daughters and in 1999 returned to Hamburg. In 2000 she became a high school teacher and in 2015 went into retirement while continuing her activities as a translator of Italian literature and, since 2019, as an author of novels. 

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Was fliegt da in der Luft umher?

Gibt’s da was, das wir nicht wissen?

Zur Schulegehen wir auch nicht mehr!

Darüber reden wir nun ein bisschen.

Das Corona-Virus trägt ‘ne Kron‘.

Doch ist es ein König? Nein!

Noch nicht mal ‘ne Person.

Also: Was mag es denn nun sein?

Es ist ein kleiner Bösewicht,

ganz klitze klitze klein,

und sehn kann man ihn auch nicht,

nur mit dem Mikroskop allein.

Doch er ist ein giftiger Schuft,

der uns nicht in Ruhe lässt:

Er lauert ständig in der Luft,

aufdringlich, ohne Respekt.

Er ist unsichtbar und federleicht,

ein gefährlicher winziger Krieger,

der sich in die Menschen schleicht.

Doch wir, wir bleiben Sieger!

Denn die Menschen, das sind wir,

ich, du, wir und alle ihr:

Gemeinsam werden wir früher oder später

ihn aussperren, den bösen Übeltäter.

Falls du mal musst niesen,

steck‘ in den Ärmel die Nase:

So stoppst du den Flug von dem Fiesen.

Das ist keine hohle Phrase.

Und kommst du von draußen nach Haus,

wasch dir Hände und auch die Finger:

jedes Mal, jeden Tag, und zwischendurch auch,

nicht nur heute, auch morgen und immer.

Und denk dran, sie gut einzuseifen,

wasch sie gründlich und lange,

dann kann der Halunke nicht kneifen:

er endet im Abfluss, da wird ihm bange.

Pass auf, ob auch Vater und Mutter

sie immer waschen. Und wenn ja,

Dann sag ihnen ‘Alles in Butter‘,

‘Super‘, ‘Bravo‘ und ‘Hurra!‘

Fass dir nicht mit den Pfoten

an Mund, Nase und ins Gesicht:

es ist nicht wirklich verboten,

aber besser du tust es nicht.

Wenn du triffst andere Leute

Bleib etwas auf Abstand:

Denn fröhlich sein kann man heute

auch wenn man nur winkt mit der Hand.

Du willst gern umarmen und küssen?

Solange sich hier ‘rumtreibt der Bösewicht,

wirst du es verschieben müssen.

Küssen und umarmen? Tu es lieber nicht!

Es gibt Menschen, die Masken tragen,

aber nicht wegen Karneval.

Böse Banditen? magst du fragen.

Auch das ist nicht der Fall.

Die Maske ist freundlich und nett,

weil sie den Atem filtern soll.

damit der gemeine Kerl es schwerer hätt‘,

sich überall herumzutreiben so toll.

Solange der Kerl auf Deubel komm raus

durch die Luft fliegt, schlimm und immerzu,

wisst ihr, meine Lieben, was ich tu?

Ich bleibe zu Haus!

Das ist ein toller Plan,

denn die Schule ist zu und der Schuft

zieht draußen seine Bahn

und fliegt durch die Luft.

Verwandte, Freunde und alle

sind auch zu Haus und fühlen sich nicht in der Falle,

denn du siehst und hörst sie mit Herz und Hirn:

alle zusammen per Telefon oder Bildschirm.

Wer sich lieb hat, kann auch mal

Abstand halten und bleiben am Ort:

Küssen und umarmen wäre jetzt fatal,

angesagt ist nun so manches liebes Wort.

Jedes liebe Wort ist ein Geschenk

für deine Lieben und bedenk‘,

es ist auch ein Samen, den du in gute Erde gesät,

und der blüht, bis all das Schlimme vergeht.

Du, ich und alle zusammen

werden wir aufmerksam und schlau

den gemeinen Kerl verbannen

und zurücktreiben in seinen Bau.

Und wenn wir diesen Kampf gewinnen,

werden wir möglicherweise,

erleichtert und ganz leise

ein neues und klügeres Leben beginnen. 

Roberto Piumini
Picture: Giovanna Scalfati

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